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Symposium

Theater barrierefrei gestalten
- be prepared to make mistakes -

Freitag, 20.9., 12.00-18.00 Uhr und Samstag, 21.9., 10.00-17.30 Uhr

Mit der Anerkennung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland 2009 verpflichtet, für behinderte Menschen Wege zur uneingeschränkten Teilhabe am kulturellen Leben zu schaffen. Dies bedeutet nicht nur, Kultur-Veranstaltungen zugänglicher zu machen, sondern auch die Öffnung des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes. Doch 10 Jahre später hat sich in Sachen Barrierefreiheit an Theatern für Künstler*innen wie Zuschauer*innen nur wenig getan. Deshalb bietet Grenzenlos Kultur – als Deutschlands ältestes inklusives Festival – in diesem Jahr eine Plattform an, um die Möglichkeiten und die Vielfalt von Barrierefreiheit am Theater zur Sprache zu bringen.

Die gemeinsam mit der Dramaturgischen Gesellschaft entwickelte Veranstaltung richtet sich an Theatermacher*innen und Institutionen, die bereits erste Schritte in Richtung Barrierefreiheit wagen oder in Zukunft ihre Arbeit inklusiver und kulturell vielfältiger gestalten wollen. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Unter dem Motto Be prepared to make mistakes bietet das Symposium Einblicke in unterschiedliche Formen von Barrierefreiheit (wie Audiodeskription, Gebärdensprach-Dolmetschen, Leichte Sprache, Rollstuhlzugänglichkeit, Relaxed Performances). In Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops können die Teilnehmer*innen mit Expert*innen inklusiver Theaterpraktiken ins Gespräch kommen.

Programm Freitag


11.00 Uhr
Anmeldung

12.00 Uhr
Begrüßung durch Markus Müller, Andreas Meder

12.10 Uhr
Be preapared to make mistakes - Eine Einstimmung
Silke Stuck, Noa Winter

12.30 Uhr
Vortrag von Judyta Smykowski (Redaktionsleitung leidmedien.de)
Tapfer meistert sie ihr Schicksal: Sprache über behinderte Menschen in den Medien

15.30 Uhr
Workshops
Jana Zöll (Schauspielerin und Inklusionsberaterin)
Perspektiven wechseln, Barrieren wahrnehmen – Wie könnte ein zugängliches Theater aussehen?

Pia Katharina Jendreizik (Schauspielerin) und Wera Mahne (Regisseurin)
Taube Dramaturgie – Wie Theater für taube UND hörende Menschen interessant wird

Maila Giesder-Pempelforth und Pernille Sonne (Mitarbeiter*innen für Audiodeskription am Schauspiel Leipzig)
Audiodeskription – Theater kann sich hören lassen

Anne Leichtfuß (Übersetzerin für Leichte Sprache, Mitarbeiterin des Magazins Ohrenkuss und von TOUCHDOWN 21)
Crashkurs Leichte Sprache – Was ist Leichte Sprache und wer braucht sie?

Jess Thom (Künstlerische Co-Leitung Touretteshero)
A Warmer Welcome: Relaxed Performances from Start to Finish

17.30 Uhr
Relexion zum 1. Tag

Programm Samstag


10.00 Uhr
Workshops mit Pia Katharina Jendreizik, Wera Mahne, Maila Giesder-Pempelforth, Pernille Sonne, Jana Zöll, Anne Leichtfuß, Jess Thom

12.30 Uhr
Speeddating mit Barrierefreiheits-Expert*innen

15.15 Uhr
Vortrag von Jo Verrent (Produktionsleitung Unlimited)
Disabled artists and access – the potential is Unlimited

16.30 Uhr
Reflexion zum 2. Tag und Abschluss



 

Tagungsinfos

Anmeldung: Bitte melden Sie sich formlos per E-Mail an mit Angabe von Name, Adresse und Teilnahmegebühr an symposium@grenzenlos-kultur.de

Teilnahmegebühr: EUR 60 / 40 / 20 / 10 nach Selbsteinschätzung. Barzahlung vor Ort.
Für Assistent*innen ist die Teilnahme nach vorheriger Anmeldung kostenlos.

Barrierefreiheit: Wir versuchen, die Veranstaltung barrierearm zu gestalten. Die Räume sind für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Alle Vorträge und Diskussionen finden in deutscher oder englischer Sprache statt und werden in die jeweils andere Sprache übersetzt. Zudem sind Dolmetscher*innen für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikationsassistent*innen für Leichte Sprache vor Ort. Auch eine Audiodeskription ist nach Vor-Anmeldung möglich. Zudem wird es neben der festen Bestuhlung einige alternative Sitz- und Liegemöglichkeiten geben. Bei Fragen zur Barrierefreiheit der Veranstaltung schreiben Sie uns bitte eine E-Mail.

Das Symposium wird kuratiert von Silke Stuck und Noa Winter und findet in Kooperation mit der Dramaturgischen Gesellschaft statt.